Medizinischer Experten Kongress - Berlin 2010
In drei neuen Vorträgen schlagen Prof. Dr. Böger (Hamburg), Prof. Dr. Schmieder (Erlangen), Dr. Loh (Freiburg) und Priv.-Doz. Dr. Vauth (Basel) den Bogen von Arzneimittelinteraktionen über messbare Risikoreduktion sowie Behandlungs-motivation kardiovaskulärer Patienten.
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Medizinischer Experten Kongress - Berlin 2010
In drei neuen Vorträgen schlagen Prof. Dr. Böger (Hamburg), Prof. Dr. Schmieder (Erlangen), Dr. Loh (Freiburg) und Priv.-Doz. Dr. Vauth (Basel) den Bogen von Arzneimittelinteraktionen über messbare Risikoreduktion sowie Behandlungs-motivation kardiovaskulärer Patienten.
Prof. Dr. med. Rainer Böger: Arzneimittelinteraktionen
Arzneimittelinteraktionen sind klinisch relevant und werden durch die Überalterung der Bevölkerung immer wichtiger werden. Also lautet die einfache Botschaft von Prof. Dr. Böger für die Praxis: Dran denken, denn viele Arzneimittel machen viele Komplikationen. Er empfiehlt daher, Arzneimittel zu reduzieren, auf ein Therapieziel zu überprüfen und Effekte zu hinterfragen, damit Sie Arzneimittelinteraktionen verringern und vermeiden können.
Im wissenschaftlichen Teil seines Vortrages erläutert er den wesentlichen Unterschied von pharmakokinetischen (anhand des Cytochrom P450 Mechanismus) und den oft gut bekannten pharmakodynamischen Interaktionen, geht auf ursächliche genetische Polymorphismen ein und erinnert an die bekanntesten Probleme mit Lebensmittelinteraktionen.
Prof. Dr. med. Roland Schmieder: Kardiovaskuläre Risikoreduktion: wie kann ich sie messen und erzielen?
Prof. Dr. Schmieder schlägt einen einfachen Weg zur Messung und Erzielung der Risikoreduktion bei kardiovaskulären Risikopatienten vor. Der Blutdruck steht dabei als allgemein akzeptierter Surrogatparameter am Anfang der Risikostratifizierung. Fokussiert man die klassischen, aber noch subklinischen Endorganschäden Albuminurie und linksventrikuläre Hypertrophie, wird an diesen beiden diagnostisch einfach handhabbaren Indikatoren im Verlauf beim Patienten deutlich, ob sein Risiko der typischen Endorganschäden in Gehirn, Auge, Herz und Gefäßen messbar gesenkt werden konnte.
Dr. phil. Dipl.-Psych. Andreas Loh, Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Psych. Roland Vauth: Behandlungsmotivation in der kardiovaskulären Risikoprävention
Über die Grundgesetzmäßigkeiten der Behandlungsmotivation informieren Dr. phil. Dipl.-Psych. Loh und Priv.-Doz. Dr. Dipl.-Psych. Vauth. Es wird untersucht, woran es liegt, dass nur knapp 1/3 der Patienten Zielwerte bei einer Bluthochdruck-Behandlung erreichen und auch compliant dabeibleiben.
Sie werden überzeugt sein, dass das umfassendere Konzept eines "Healthy Lifestyle Change" angewendet werden muss, um dem Patienten eine Verbesserung seiner individuellen Lebensqualität zu ermöglichen. Hier bekommen Sie Tipps für das Vorgehen, den Patienten als erwachsenen Partner besser zu begleiten.
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